Köln, 10.02.2016

Nachdem er eine Meinungs- und Erfahrungsumfrage zum Thema Rassismus an der Universität zu Köln durchgeführt hat, positioniert sich der Allgemeine Studierendenausschuss der Universität zu Köln (AStA) entschieden gegen Diskriminierungen jedweder Art.

„Auch, wenn die Umfragedaten noch nicht vollständig ausgewertet sind, finden wir es wichtig, so schnell wie möglich auf die ersten Anzeichen von rassistischen Tendenzen zu reagieren“, sagt 1. AStA-Vorsitzende Katharina Letzelter. „Grundsätzlich scheinen sich die meisten Studierenden an der Universität zu Köln wohl zu fühlen und finden, dass die Universität ein Ort ist, an dem Diskriminierungen keinen Platz haben. Wir lesen aber auch von Erlebnissen und Aussagen, bei denen uns ganz anders wird. Da hegen manche blanken Hass gegen Ausländer, Religionsgruppen, Homosexuelle und Frauen. Solche Äußerungen dürfen nicht unkommentiert stehen gelassen werden. “

Diskriminierende Äußerungen finden sich nicht nur in den Antworten der hierfür ursprünglich gar nicht vorgesehenen Antwortfelder, sondern auch im offenen Feedbackfeld, mit dem der Bogen abschließt. Dort liest man Sätze wie „Raus mit den Moslems. Das ist kein Rassismus sondern Selbstschutz“, „Internationalistisches Gutmenschentum verkehrt den Blick auf die Realität und führt schlussendlich in den Untergang der europäischen und deutschen Werte“, oder auch „Wenn es im Unialltag zu Diskriminierungen kommt, dann höchstens DURCH diese ‚marginalisierten‘ Randgruppen, die sich gerne als Opfer stilisieren.“ (Ausschnitte).